Wie war das mit der Luft?

Die Luft war schon einmal zu Unrecht im Verdacht. Als die Pest im Mittelalter grassierte dachte man, diese würde durch die Luft übertragen. Auch das Trinkwasser wurde verdächtigt, an den wahren Schuldigen, die Rattenflöhe dachte man nicht. Was kann heute über die  Luft, die wir ja unentwegt atmen müssen,  gesagt werden.

Kohlendioxyd, Stickoxyde

Unsere Atemluft, die aus Sauerstoff, Stickstoff und auch z. B. Kohlendioxyd und einigen anderen Gasen besteht, ist lange nicht mehr so rein und damit gesund, wie das Winterbild oben von der Mole in Dagebüll suggeriert. Was wir nicht sehen können ist zum Beispiel der Anteil an Stickoxyden, an Feinstäuben, an Pollen oder in unseren Wohnungen auch an Staubmilben, Mikroben, Bakterien oder Viren. Auch Haustiere tragen zum Befrachten von Fremdkörpern in unserem Lebenselixier bei. Vögel schütteln ihr Gefieder, Hunde, Katzen und andere Tiere kratzen sich. Dabei werden Kleinteile von Fell oder dessen Verschmutzungen in der Atemluft verbreitet.

Verdacht gegen die Atemluft.

Heute weiß man, dass Einschlüsse in der Atemluft krank machen können. Da sind nicht nur die bekannten Birkenpollen oder die von anderen Bäumen für den typischen Heuschnupfen verantwortlichen, schlimmer sind die Tröpfchen, die beim Husten, Niesen, Singen, Sprechen, ja sogar beim normalen Atmen mit den Viren von Grippe – oder wie aktuell von Covid – kontaminiert werden. Während also die Bevölkerung im Mittelalter die Luft zu Unrecht als Initiator der Pest verdächtigte, ist die Sachlage heute komplett anders.

Die kritische Masse machts

Nun kann ein einzelner Pollen oder ein einziges Virus nur selten Schaden anrichten. Wir atmen aber ständig ein uns aus. Je nach Größe der Lunge öfter oder weniger oft. Auf jeden Fall atmen wir mehrmals pro Minute. Bedenkt man noch, dass jeder Atemzug eine gehörige Menge an Schädlingen transportieren kann, so sind die von den Wissenschaftlern und Regierungen empfohlenen Maßnahmen keineswegs abwegig, wie manche humanoiden Minimalkonfigurationen meinen – Menschen, die dann auch noch ohne diese Empfehlungen in Massen protestieren.

Kann man was tun?

Vor den Menschen mit schwerer erworbener Erkenntnisresistenz kann man sich nur durch Fernbleiben schützen. Die Eindämmung von Stickoxiden könnte man durch geeignete Filter oder durch Einschränkung des Individualverkehrs bekämpfen. In der eigenen Wohnung kann man damit wenig punkten, jedoch auch dort gibt es eine Lösung. Viele jüngere Leute haben es schon in ihrem Heim, ein Gerät, das die Luft in der Wohnung filtert. Im Gegensatz zum Mittelalter gibt es heute schon sehr günstige Luftreiniger mit Hepa-Filter, die auch noch Luft ionisieren können, also Ozon (O2,O3) erzeugen. Durch die Kombination von mehreren verschiedenen Filtern eliminieren sie nach Herstellerangaben 99,9% von den oben genannten Schädlingen in der Atemluft. Das gilt auch für die mit Viren beladenen Tröpfchen. Besonders ältere Menschen sollte man diesen Dienst erweisen, ehe sie sich anstecken. Während in der eigenen Wohnung eher wenig Geld notwendig ist, könnte eine solche Einrichtung in einem Altersheim schon einen erheblichen Betrag erfordern.

 

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