Glatte Flächen, Glas und Kacheln

Wussten Sie eigentlich, dass die meisten privaten Unfälle im Haushaltpassieren? Dabei sind nicht wenige beim Fenster putzen. Gerade da, weil man oft auf Stühle oder Tische steigt, um ganz oben auch sauber machen zu können. Für junge Frauen oder Männer ist es kaum ein Problem, wenn sie sich bei Stürzen mal eine Beule holen oder auch ein Knochenbruch heilt schnell wieder zu. Bei älteren Damen, vor allen jenen, die Osteoporose als Krankheit „auserkoren“ haben, kann so ein Sturz tragische Folgen haben.
Lesen Sie hier, was der Master of Desaster Ihnen rät, damit alles im wahrsten Sinne glatt und sauber ausgeht.
Fangen wir mal mit dem Werkzeug an. Es gibt in jedem Laden oder auch Baumarkt bestimmte Werkzeuge, die eigentlich gerade für Hausfrauen gedacht sind. Das sind z. B. solche Geräte im Bild rechts, die beileibe nicht schlecht oder unbrauchbar sein müssen. Im Grunde sind sie aber nicht so günstig zu haben, dass man sich auch nicht gleich Profi-Werkzeug für das Geld kaufen könnte. Das sieht dann z. B. so aus , wie auf dem zweiten Bild zu sehen ist. Amateurwerkzeug

Da kann alles ausgewechselt werden und selbst für das Abziehergummi gibt es Meterware als Ersatz. Wenn der Textilpuschel zum Einwaschen nicht mehr schön ist, kauft man auch den neu; allerdings kann man ihn sehr oft waschen. Der größte Vorteil ist aber, dass man dieses Werkzeug an eine Stange stecken kann und diese dann auf fast beliebige Höhen auszieht. So vermeidet man das unfallträchtige Steigen auf Trittleitern und Stühle.
Stangen statt Leitern
Die Stangen gibt es in verschiedenen Grundlängen, manche sind einfach ausziehbar, manche dreifach und erreichen dann eine Lange von 6 Metern oder mehr. In den meisten Fällen reicht für den Hausgebrauch eine einfache 1,25 m Alustange, die man auf 2 m teleskopieren kann. Wenn man sich also so ausgerüstet hat, dann braucht man noch einige fusselfreie Lappen, einen Universalreiniger – wir empfehlen Multi-Star- , dem man bei kalten Temperaturen etwas Spiritus beigibt, – und einen Eimer, denn auch das Anmachwasser muss irgendwo transportiert werden. – Hier muss ich schnell noch einfügen, dass man gerade bei Fenstern und Spiegeln sehr oft zuviel Reinigungsmittel nimmt. Dann entstehen Schlieren auf den glatten Flächen. Gut geeignet sind Eimer in Rechteckform, die sich leichter tragen lassen und auch den Fensterwascher in seiner ganzen Länge aufnehmen können.
So ausgerüstet kann man seine Heldentaten beginnen. Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass Rahmen und Fensterbänke mitgereinigt werden müssen. Nichts sieht häßlicher aus, als ein sauberes Fenster mit einem schmuddeligen Rahmen. Wenn man seinen Fensterwascher schön ins Seifenwasser eingetaucht hat, dann kann es losgehen. Man sollte beim Einseifen recht flott vorgehen, denn beim Abziehen muss immer eine kleine Wasserwelle geschoben werden, damit keine Schlieren und Streifen auf dem fertigen Stück Fenster entstehen.
Die Mischung

Reicht weit hoch.
Man kann schön auf diesem Foto erkenen, wie man mit einer Verlängerung ganz leicht bis an die Oberkante des Fensters und an den oberen Rahmen herankommt. So kann einfach alles gewaschen werden. Selbst mit dieser einfach teleskopierbaren Stange kann man auch als „kleine(r)Frau (Mann)“ bis fast 3 m hoch reichen. Auf jeden Fall ist es weniger gefährlich als Leitern, Gerüste und Hocker.
Ganzes Fenster
Rechts oben erkennt man Nadja, wie sie das große Fenster ganzflächig einseift. Sie achtet darauf, dass dabei auch der Fensterrahmen genug Seifenlauge abbekommt. Natürlich läuft zuerst einmal viel an den unteren Rand des Rahmens und dort kommt beim Abziehen auch noch etwas
dazu.

Nach dem Einseifen kümmern wir uns jedoch zunächst um den oberen Fensterrahmen. Wenn wir nämlich mit dem Abzieher arbeiten wollen, dann müssen wir darauf achten, dass uns kein Dreckwasser auf die saubere Scheibe tropft. Dann brauchten wir nämlich gar nicht erst so große Mühe aufwenden. Jetzt kommt der Lappen, oder besser mehrere saubere Lappen ins Spiel. Damit wird der obere Rahmen trocken gewischt, damit die Tropferei aufhört.
Lappen Links kann Nadja mit Hilfe der Stange den oberen Rahmen trocken wischen, damit die Glasfläche schön abgezogen werden kann. Direkt in die Hand
Daneben zeigt Nadja, dass man das Profiwerkzeug auch direkt in die Hand nehmen kann. Es ist keineswegs so, dass man die Teleskopstange dazu verwenden muss . Der Abzieher, der Wascher und natürlich der Trockenlappen können bei niedrigen Bauteilen auch bequem direkt in die Hand genommen werden. So macht man Fenster um Fenster und die Haus- oder Balkontüren und wenn man sehr gut geübt hat und die Fensterhöhe zur Körpergröße passt, dann kann man auch in pendelnden Bewegungen in einem Zug das Fenster putzen. Das geht sekundenschnell und wird mindestens ebensogut wie das streifenweise Abziehen. Der Vorteil ist auch, dass man den Abzieher nicht nach jeder abgezogenen
Bahn abwischen muss, sondern nur einmal nach dem fertigen Fenster. Wie schon erwähnt, muss auch dabei immer genügend Lauge vor dem Abzieher anfallen.
Abziehen
Auf dem linken Bild fängt Nadja nun an, Bahn um Bahn des großen Fensters abzustreifen. Dabei ist es wichtig, dass nach jeder Bahn der Abziehgummi trocken gewischt wird, da sonst der Dreck der abgezogenen Bahn auf den neuen Absatz im Fenster gebracht wird. Man sieht auch hier, wie unsere Kollegin einen Lappen in der Hand behält, damit sie sich nicht nach jedem Abziehen einen neuen nehmen muss.
Hier nun noch einmal eine Teleskop-Verlängerungsstange wie sie in jedem Profi-Fachgeschäft zu kaufen ist. Die 15 oder 20 Euro sind absolut gut angelegt. Profiwerkzeug

Man kann an Hand der Steine, die ca. 25 cm hoch sind erkennen, dass das Werkzeug eingeschoben nur ca. 1,25 m lang ist. Ausgezogen ist es 2 m und wenn man seine Körpergrösse mit Armen noch hinzuzählt, dann ist man bei fast 4m Höhe. Für einen normalen Haushalt oder in einem Einfamilienhaus reicht das aus. Dann kann man vielleicht auch mal wieder ein Fenster putzen, dass ungünstig über einem Kellereingang, im Treppenhaus oder sonstwo angebracht worden ist. Nicht immer haben Architekten vorausgesehen, wie ihre elegant plazierten Lichteinlässe geputzt werden können.
Stangen
Haben Sie es gemerkt? kein Wort über „Superglasrein“, „Spiegelblitz“ oder ähnliche Mittel wurde hier verloren. Sie sind sicher nicht schlecht, aber auch nicht besser als ein Universalreiniger. Außerdem kaufen Sie dabei kein Wasser, was Sie ja selbst hinzufügen. Nur bei Frost sollte man unbedingt an Spiritus denken. Wenn auf eine große Glasscheibe eine Eisschicht gefriert, dann kann man besser mit dem Putzen aufhören. Ja, bei hartem Frost kann die Scheibe sogar durch die Temperaturdifferenz springen.

Unterkante
Ganz unten sammelt sich der Schmutz bei Einwaschen wie auch beim Abziehen. Daher muss der untere Fensterrand sowie die Sohlbank und innen eben die Fensterbank abschließend sauber abgewischt werden. Dann ist das Fenster fertig. – Einfach mal probieren. Viel Spass.

Viele Leser, die mit MultiStar ihre Fenster und Glasflächen geputzt haben, haben sich über Streifen und Schlieren beschwert. Das liegt schlicht daran, dass nicht genug verdünnt wurde. Konzentrierter Reiniger sollte ganz sparsam verwendet werden. Selbst von der verdünnten, gebrauchsfertigen Mischung genügt ein Eierbecher voll auf 10 l Wasser.

Küchen – egal ob privat oder öffentlich oder an Bord – müssen blitzen. Da ist ein starker Fettlöser ein Segen.

Auch an Bord von vielen Schiffen beliebt: MultiStar

Saugen ohne Beutel

Inzwischen haben viele Hausfrauen und natürlich auch Hausmänner gemerkt, dass Staubsauger sehr billig angeboten werden, aber die Beutel schon nach 2 oder 3 Einkäufen genau so teuer sind, wie das ganze Gerät war. Da sucht man nach einem Saugen ohne Beutel. Aber auch hier gibt es Fallstricke.Zunächst schien es so, als wollten deutsche Hersteller Überhaupt nichts von beutellosen Saugern wissen, bis die Fa. Dyson mit ihren zwar sehr teueren, aber doch ziemlich ausgereiften Geräten auf den Markt kam. Heute möchte ich Erfahrungen Über den kleinsten zum Besten geben, der unten auf dem Foto zu sehen
Kleiner Dyson ohne Beutel

Der Größen vergleich ist am Saugrohr zu erkennen, das ganz normal zwischen 30 und 40 mm im Durchmesser beträgt. Es ist somit ein sehr kleines saugstarkes Gerät.

Kleiner Dyson ohne Beutel

Auf diesem Foto kann man schön den auswaschbaren Filter erkennen. Dieser ist auch sehr leicht zugänglich und es bedarf weder Fingerakrobatik noch Schraubenzieher um ihn zum Auswaschen entnehmen.

Kleiner Dyson ohne Beutel 2 Schwachstellen sind hier

An diesem beiden Noppen hängt der Staubsauger beim Tragen. Eingermaßen sicher scheint es links , zudem kann man hier leicht in die passende Öffnung einrasten. Auf dem rechten Bild scheint mir aber an Material gespart worden zu sein. Allerdings muss in dem Zusammenhang auch erwähnt werde, dass eines von 7 Geräten innerhalb von 2 Jahren diese Kannbruchstelle aufzeigte. Den Kundendienst von Dyson finde ich Übrigens erstklassig.

Inzwischen habe ich Fotos von einem anderen Typ Sauger gemacht. Darüber berichte ich demnächst.

Urin ist nicht unser Ruin

Urin ist nicht unser Ruin

Verschmutzungen aus Urin haben neben dem hässlichen Aussehen noch eine weitere unangenehme Eigenschaft: Wenn sie feucht werden, können sie wieder „anrüchig “ werden. Was also ist zu tun? Hin und wieder wir dazu geraten, den Fleck mit hellem Essig auszuwaschen. Davor möchte ich warnen. Ein wenig Chemie gefällig? Aber Urin ist nicht unser Ruin.
Der Harn, wie man den Urin auch nennt, ist fast bei allen Säugetieren ähnlich geartet. Das heißt: Es ist auf jeden Fall eine saure Flüssigkeit. Warum sollte man nun Säure(Essig) mit Säure(Harn) bekämpfen können. Man bekämpt allenfalls den Harngeruch und tauscht den gegen Essiggeruch ein, jedenfalls für eine Weile. Schon aus dem Chemieunterricht wissen wir, dass sich Säurem mit Laugen neutralisieren lassen. Beim Harn ist es nicht so ohne weiteres möglich, denn meisten kommt man zu dem Malör, wenn es schon länger passiert ist. Da ist es dann egal, ob ihr Hündchen oder das Baby während ihrer Abwesenheit auf den Teppich gemacht hat.

Maneken Pis Kommt ihnen dies Gesicht bekannt vor?

Während frischer Urin ganz leicht nach Ammoniak „duftet“, bildet er sobald er den Körper verlassen hat einen guten Nährboden für Bakterien. Die Körperwärme bereitet eine absolut ideale Fortpflanzugsumgebung für Bakterien, die sich im Sekundentakt durch Zellteilung vermehren und wiederum bei der Zersetzung des Harns alle erdenklichen Gerüche erzeugen können. Ist die Feuchtigkeit einmal ganz getrocknet, darf man aber nicht sicher sein, dass es mit dem Geruch vorbei ist, denn die zurückbleibenden Salze werden mit zufällig anfallender Feuchtigkeit wieder Wasser aufnehmen und der ganze Prozess beginnt von vorn. Das kann durch Luftfeuchtigkeit im Sommer oder beim Schwitzen auf einer Matratze, einem Bettlaken passieren. Falls nun die neutralen Reinigungsmittel absolut kein befriedigendes Ergebnis bringen, sollte man sich an die moderne Klärwerkswirtschaft erinnern. Hier werden bestimmte Bakterien eingesetzt, um aus dem Abwasser fast wieder Trinkwasser zu machen. Die Bakterien als Einzeller können aber den „Dreck“ nicht einfach so auffressen, sie erzeugen die sogenannten Enzyme, mit deren Hilfe das Bakterium seine Nahrung durch seine Zellwand aufnehmen kann.
Urinieren

Bild: Richtig, es ist Manneken Pis aus Brüssel
Enzyme wird inzwischen jede Hausfrau einmal irgendwo als Inhaltsstoffe von Waschmitteln gelesen haben. Nicht wahr, manche Waschmittelhersteller prahlen auf ihren Packungen damit, dass ihr Mittel Enzyme enthält. Diese sollten sie beim Wort nehmen; zum einen ist es günstiger, eine Packung Waschmittel zu kaufen, wenn man das entsprechende Mittel nicht schon im Haus hat, zum anderen weiß man meistens nicht, wohin mit dem ganzen Rest des Spezialmittels, das im Fachhandel gekauft werden kann .
Also: Die größte Wirkung erziehlt man mit warmen Wasser und dem Enzym-Waschmittel, in dem sich die Einzeller gut vermehren können. Der gelöste Urin bildet dann die Nahrung für die „Saubermach-“ Bakterien. Ist die Nahrungsquelle (Urin und Harnstoff) beseitigt, will sagen aufgefressen, vermehren sich auch die Einzeller nicht weiter: Das Problem ist gelöst. Ist allerdings, ein Kopfkissen, eine Matratze oder Autopolster völlig mit Urin durchdrungen, dann gibt es eher wenig Hoffnung. Die kleine Möglichkeit, die dann noch Wirkung zeigen könnte ist: Die oben erwähnte Enzym-Lauge großzügig auf das textile Werkstück verteilen und mit einem Wassersauger absaugen. Eventuell alles mehrfach wiederholen. Denken Sie dran: Urin ist nicht unser Ruin. Ja, auch hier tut MultiStar gute Dienste, denn weil es selbst nicht duftet, kann man nach jeder Reinigung sofort merken, ob noch Reste vom Urin „Duft“  übrig geblieben sind.