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Dieser Artikel ist nicht als Anleitung für Einbrecher zu verstehen. Andererseits ist es schon eine gute Sache, wenn der oft sehr teure Schlüsseldienst nicht gebraucht wird, nur weil die Etagen- oder Haustür wieder einmal zugeklappt ist, und der Schlüssel? Der liegt drinnen auf dem Tisch!
Tipps und Tricks

So, sie stehen also vor der eigenen Tür, der Schlüssel liegt drinnen auf dem Tisch oder hängt am Haken, und die Tür ist zugeklappt? Na, da sind wohl wieder mindestens 100 Euro für den Schlüsseldienst fällig, oder haben sie so eine Plastikkarte wie abgebildet im Portemonnaie?
Eine Kundenkarte vom Meiers Großmarkt, eine alte Telefonkarte, ja selbst eine aktuelle Kontokarte zu benutzen wäre billiger als mancher Schlüsseldienst. Was man damit machen kann? Oh, sehr viel!
Zunächst muss die Karte behandelt werden, damit ein Ende einen kleinen Knick erhält. Dazu – da sie wahrscheinlich auch keine Zange in der Tasche haben – stecken sie die Karte so in die Ritze zwischen Tür und Zarge (so nennt man den Rahmen der Tür) und biegen sie wie abgebildet zurecht.

Tipps und Tricks

Hier rechts sehen sie jetzt, wie die Karte ungefähr aussehen muss. Es kommt keineswegs auf den Millimeter an, aber so eine deutliche Biegung sollte schon darin sein. Wenn man sich die Tür einmal genau ansieht, (linkes Bild) kann man sich auch vorstellen, warum das so sein sollte. Das Bild zeigt Übrigens die Haustür eines Einfamilienhauses, die auch einmal vom Wind zugeklappt wurde. Da sieht man alt aus, aber inzwischen ist dort ein Schließer eingebaut, der die Tür immer sanft zudreht, ohne sie im Schloss einrasten zu lassen.

Tipps und Tricks Gegen diesen Riegel (linkes Bild), der nach aussen abgeschrägt ist, müssen sie die Karte bei geschlossener Tür drücken. Das geht halt nur, wenn der kleine Knick in dem Plastikteil ist. Diese Schräge ist immer nach aussen gerichtet, da können sie sicher sein.

Tipps und Tricks So wie auf diesem Bild muss die Karte jetzt in Höhe des Riegels zwischen TÜr und Zarge gesteckt werden. Sie sollten dieses an einer Innentür üben, oder an der Etagentür mit dem Schlüssel in der Hand. Da ist es aber besser, sie kennen die Nachbarn sehr gut, damit nicht jemand auf dumme Gedanken kommt, sie wären ein Einbrecher.

Tipps und Tricks Auf dem unteren Bild ist der Anhaltspunkt, wo der Riegel des Schlosses sich befinden könnte. Den können sie bei geschlossener Tür nicht sehen. Die Karten länge gibt einen Hinweis, jedenfalls bei deutschen genormten Schlössern. Also: Vom Schlüsselloch ist es meist noch eine Karten länge bis zum Riegel. Übrigens , die AOK Karte ist abgelaufen, also eine gültige würde ich nicht unbedingt für solche Zwecke nehmen.

Ein wichtiger Hinweis fehlt noch: Wenn sie mit der rechten Hand die Karte gegen die Schräge des Riegels drücken, dann sollten sie mit der linken Hand ein wenig an der Tür rütteln. Das beschleunigt das Zurückrutschen des Riegels, oder manchmal ermöglicht es dieses erst.

Jetzt wissen sie auch, warum die Kripo rät: Etagen- und Haustüren immer abschließen, auch wenn sie Musik hören, Fernsehen oder Schach spielen! Bei abgeschlossener Tür (für Österreicher und Süddeutsche: abgesperrter Tür ) funktionier der Kartentrick nämlich nicht! So kann sie auch niemand ungehört überraschen. – Bei Türen von Öffentlichen Gebäuden funktioniert das nicht. Diese gehen nach Außen auf, und die Schräge am Riegel zeigt nach Innen. Das ist für gewiewte Einbrecher auch kein Hindernis, aber von uns ist wohl keiner Eigentümer eines Öffentlichen Gebäudes.
Hier eine Botschaft für echte Einbrecher:

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